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Über die heilige
Birmakatze oder
ihre Sagen und Legenden |
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Seit
ich
das
Leben
mit
den
Birmas
teile,
gerate
ich
leicht
ins
schwärmen
und
wünsche
mir,
dass
möglichst
viele
Menschen
das
Glück
einer
Freundschaft
mit
dieser
wunderbaren
Katzenrasse
erleben.
Heilige
Birma...das
klingt
so
wunderschön,
überirdisch,
dass
der
Gedanke
an
eine
Katze,
die
sich
wie
ihre
Artgenossen
den
Bauch
mit
Futter
vollschlägt
oder
ganz
weltlich
im
Katzenklo
herumscharrt,
richtig
unpassend
erscheint.
Die
Birma
ist
beides,
eine
göttlich
schöne
Katze
und
eine,
die
freundlich
und
natürlich
geblieben
ist,
eine
Katze, wie
man
sie
sich
wünscht:
anhänglich
und
mit
allen
katzengerechten
Instinkten
ausgestattet,
inklusive
jagdlicher Fähigkeiten. Nie würde sie milde nickend eine Maus in ihrem Zuhause willkommen heissen. So heilig kann selbst eine Birma nicht sein.
Birmas sind ganz außergewöhnlich intelligente und
sensible Katzen, die in jedem von uns durch ihr
kindliches Gesicht den Beschützerinstinkt wecken. So
heilig wie ihr Name oder ihr unschuldiges
Gesichtchen es vermuten lassen, sind sie allerdings
nicht. Eher im Gegenteil sind sie Engel mit einem B
davor. Birmchen sind sehr menschenbezogen und vor
allem neugierig.
Es
gibt keine
Einkaufstüte, die nicht ausgiebig untersucht werden
muss. Besuch wird - je nach Charakter des Tieres -
entweder hoheitsvoll nicht beachtet oder aber
stürmisch umschmust. Birmas erziehen ihre Menschen
zur Ordnung, da sie ein gedeckter Tisch magisch
anzieht und Küchenreste, die nur mal kurz in der
Küche abgestellt wurden, gnadenlos angeknabbert
werden. Man kann sie gut erziehen, wenn man
standhaft bei seinen einmal aufgestellten Regeln
bleibt (und sich nicht von ihrem
Unschuldsengelgehabe einwickeln lässt). Meist
reichen ein- oder zweimaliges Schimpfen, damit sie
denselben Fehler nie wieder in ihrem Leben machen.

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B |
ezaubernd
im
Wesen,
charakterlich
fest |
|
I |
deal
für
den
Menschen
zum
Abbau
von
Stress |
|
R |
omantisch
und
vergnügt
zu
jeder
Zeit |
|
M |
it
viel
Liebe
und
Zärtlichkeit |
|
A |
temberaubende
Schönheit
und
sehr
geschmeidig |

Warum
die
Birmakatze
das
Attribut
heilig
im
Namen
hat,
erfährt
der
Jungtierbesitzer
frühestens
nach
drei
bis
vier Jahren.
Dann
erst
zeigt
sich
bei
Tageslicht
der
feine
goldene
Schimmer,
kontrastieren
die
Points
an
Kopf,
Schwanz
und
Beinen
mit
dem
elfenbeinfarbenen
Seidenfell.
Erst
dann
kommen
die weißen
Pfötchen
richtig
zur
Geltung,
die
Bewegungen
werden
anmutig
und
der Charakter
sanft
und
lieb
mit
einem
Schuss
Verspieltheit.
Letztere
zeigt
auch
die
junge
Birma,
die
trick-
und
ideenreich
jeden
Raum
in
ein
Spielparadies
verwandelt
und
ihre
Besitzer
zu
penibler
Ordnung
erzieht.
Denn
alles,
was
Birmapfoten
schubsen
und
Milchzähne
packen
können,
wird
irgendwohin
verfrachtet,
wo
es
oft
erst
Monate
später
wieder
auftaucht.

Ja,
und dann ist ja auch noch der berüchtigte Birmavirus...er
begleitet einen, sobald man ihn gesehen hat und ihm
Einlass gewährt hat.
Man
öffnet am Morgen verschlafen die Augen, kann sich
kaum mehr bewegen weil so ein Virus eng an einen
geschmiegt zwischen den Beinen liegt, der andere mit
seinen blauen Augen Dir direkt ins Gesicht grinst
und wieder einer wärmt Dir den Rücken. Ach ja...da
ist ja noch so ein Virus der gerade in der
Fussgegend kuschelt.
Hat
man sich gaanz vorsichtig aus dem Bett geschlichen -
denn man will doch die Viren nicht wecken, ist man
hellwach. Ab ins Badezimmer und schon steht der
Virus bei Dir. Zahnpasta, Seife, Wasser...alles wird
infiziert. Er verfolgt einen auf Schritt und Tritt.
Vom Bad zur Kaffeemaschine, danach zum Frühstück.
Jaa
und dann kommt es auch soweit, dass der Virus auch
Deine Füsse befällt. Denn es kann gut sein, dass man
beim gehen plötzlich nicht mehr weiss, wo man seinen
Fuss hinstellen kann, ohne auf einen Virusschwanz
oder -Pfote zu treten. Ja, diese Viren können schön
gefährlich werden - doch gut für die Frühgymnastik.
Das
Schlimmste kommt erst, wenn man dann zur Arbeit
muss, sich nochmals umdreht und der Virus Dich mit
seinen traurigen, blauen Augen anguckt - man bleibt
deswegen nie lange weg und kommt man nach Hause
begrüsst einen der Virus freudig und schon hat man
ihn wieder an der Backe.
Was
immer der Virus tut und anstellt, man kann ihm nicht
böse sein. Bei den schlimmsten Streichen legt er
eine solche Gelassenheit an den Tag, dass man ihm
wohl alles mögliche androht, aber im Grunde genommen
ein leichtes Schmunzeln nicht unterdrücken kann.
Selbst wenn der Virus über die feinsten Delikatessen
herfällt und genüsslich verzehrt - man kann einfach
nicht böse sein.
Warum ein Kampf ausfechten, wenn man eh verliert??

Ja,
ich denke, ohne diese Krankheit könnte ich nicht
mehr leben ;o)).

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