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Ihre Legende...
oder einfach: acht auf mich! |
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Um
über die Heiligen Birmakatzen ausführlich berichten
zu können, muss man mit deren Legende beginnen.
Viele Leute haben versucht, die Herkunft der
Heiligen Birma umfassend zu erforschen, aber
niemandem ist das bisher wirklich gelungen.
Mit
der Legende, die immer erwähnt wird, wenn von
Birmakatzen die Rede ist, ist der Anfang jedoch
gemacht.

Vor
langer Zeit lebte in einem Kloster, das am Abhange
des Lughgebirges erbaut war, der sehr
ehrfurchtsvolle Kittah Mun Ha, der Grosslama, der
Ehrwürdigste von allen, dessen goldfarbener Bart vom
Gotte Song Hio geflochten wurde...Sein ganzes Leben,
alle seine Gedanken, alle seine Blicke waren der
Anbetung und der Betrachtung der Götin Tsun Kyankzé
geweiht; Tsun Kyankzé war die Göttin mit den
Saphiraugen, die Göttin der Seelenwanderung. Sie
hatte den Kittahs die Macht gegeben, nach dem Tode
in einem geweihten Tier noch einmal zu leben.

Mun
Ha besaß einen Kater namens Sinh, die ihm als Orakel
diente. Sinh war vollkommen weiss mit gelben Augen.
Nur Ohren, Nase, Schwanz und die Spitze der Pfoten
hatten die Farbe des Bodens - das war ein Zeichen
des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den
Boden berührt oder berühren kann.
Eines Abends kamen die feindlichen Phoums, die aus
Siam stammten, in die Nähe des heiligen Ortes. Genau
in diesem Augenblick starb der Grosspriester, bei
ihm waren sein Kater und die verzweifelten Kittahs.
Da
geschah das Wunder der direkten Seelenwanderung; mit
einem Sprung war Sinh auf dem Goldthron und stellte
sich auf den Kopf seines in sich zusammengesunkenen
Herrn. Es war das erste Mal, dass die Augen seines
Herrn nicht mehr auf die Göttin gerichtet waren. Der
Kater blieb unbeweglich in Betrachtung der Statue
der ewigen Göttin. Plötzlich wurde sein Haar
goldgelb, seine Augen tiefblau wie die der Göttin.
Während er den Kopf der Südtür zuwandte, wurden
seine vier Pfotenspitzen reinweiss bis zu der
Stelle, die durch die geweihten Gewänder bedeckt
war.
Seine Augen gingen befehlerisch von der Südtür zu
den Kittahs; diese verstanden seinen Blick und
schlossen rasch die Tore, unter denen schon die
ersten Räuber erschienen...Der Tempel war vor er
Entweihung der Plünderung gerettet.
Sinh war noch immer auf dem Thron, und am siebenten
Tage, ohne eine Bewegung gemacht zu haben, immer die
Augen auf die Göttin gerichtet, starb er. Er nahm
die Seele von Mun Ha mit sich, um sie der
Göttin Tsun Kyankzé darzubringen; denn Mun Ha
brauchte nicht wieder zu leben, er war vollkommen...
Sieben Tagen später versammelten sich die Priester
vor der Statue der Göttin, um den Nachfolger von Mun
Ha zu wählen, und während sie die Göttin anflehten,
liefen alle Katzen des Klosters herbei...
Alle waren goldgelb geworden und hatten statt der
gelben dunkelblaue Augen, und sie hatten alle das
Zeichen der Reinheit: die weissen Pfotenspitzen.
Lautlos umringten sie den jüngsten Kittah: die in
den Katzen verkörperten toten Kittahs hatten auf
diese Weise den Nachfolger bestimmt.
Stirbt eine heilige Katze im Kloster Lao-Tsun, so
ist es die Seele eines Kittahs, die befreit ist und
für immer ihren Platz im Paradies von Song Hio, dem
Gotte alles Goldenen, einnimmt.
Aber wehe, wenn jemand solch eine Katze tötet, er
wird gequält, bis die Seele, die in der Katze war,
beruhigt ist und ihm verzeiht...

Den
geschichtlichen verbürgten Hintergrund der Legende
der Heiligen Birmakatzen schildert Major Sir Russel
Gordon.
Er
war 1898 in Burma stationiert, bei einer
Truppeneinheit, die den Auftrag hatte, die Kittahs
zu beschützen. Nach Gordons Angaben war der Tempel
von Lao-Tsun Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut
worden, umgeben von hohen, unübersteigbaren Mauern.
Der Major schildert, wie die Kittahs von Brahmanan
überfallen wurden und nur durch den Schutz der
Engländer am Leben blieben. Russel wurde danach vom
Kittah-Lama empfangen und bekam von diesem eine
kleine Plakette geschenkt, die eine heilige Katze
zeigt, die zu Füssen einer Gottheit lag und an
Stelle der Augen zwei längliche Saphire hatte.
Angeblich zeigte der Lama Gordon auch die heiligen
Katzen und erzählte ihm deren Ursprung -


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