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Die Geschichte der
Birma... oder woher
kommt diese Schönheit? |
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Es ist
nicht leicht, den Ursprung diese Rasse
festzustellen. So erklär ich einfach, was ich im
laufe der Zeit über die Rasse zusammengetragen habe.

Die Birmakatze gehört zu
den wenigen Rassen, deren Wiege nicht in Großbritannien stand.
Die Rasse der Birmakatzen
geht auf ein Zuchtprogramm zurück, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in
Frankreich aufgelegt wurde. Die Anerkennung als Rasse erfolgte in
Frankreich im Jahre 1925. In Zuchtbüchern lässt sich der Ursprung bis
ins Jahr 1915 zurückverfolgen. Vom englischen Zuchtverband wurde die
Rasse im Jahre 1966, vom US-amerikanischen Verband im Jahre 1967
anerkannt.
Wenn die
Veröffentlichungen aus den zwanziger und dreissiger
Jahren unseres Jahrhunderts recht haben, hat ein Mr.
Vanderbilt 1919 von einer Orientreise ein Pärchen
Birmakatzen mitgebracht. Die Katze war trächtig, der
Kater verunglückte bei der Überfahrt. Der Name des
weiblichen Tieres war 'Poupée'. Wie die Zucht mit
diesen Katzen dann weiterging, bleibt im dunkeln.
Sicher scheint jedoch
zu sein, dass die Jungen entweder mit Siam- oder mit
einer Kreuzung aus Siam x Perser verpaart wurden.
All
diese Berichte sind nicht eindeutig belegt und
wurden von französischen Züchtern wohl nur zur
Erhöhung der Attraktivität der neuen Rasse in Umlauf
gebracht.
Fest
steht, daß die Birmas ähnlich den Siamesen aus Asien
stammen und heute dort noch zu finden sind. Wann die
ersten Birmas nach Europa kamen ist nicht genau
bekannt
Die vielen romantischen Legenden und Geschichten
wurden erfunden, um einen Fehltritt als neue
profitable Rasse zu proklamieren. Daß die
Fehltrittheorie die richtige ist, wurde schon in den
30er Jahren, also zu der Zeit, als die ersten
Colourpoint entstanden, im Berliner Zwinger von
Frohnau bewiesen. Man verpaarte dort einen
Seal-point-Siamesen mit weißen Pfoten mit einer
Angora (so nannte man damals noch die Perserkatzen).
In der F2 Generation fielen dann langhaarige Tiere
mit weißen Pfoten.
Der erste französische Standard für die Heilige
Birma soll aus dem Jahre 1930 datieren.
Tatsache ist, dass der erste Wurf in Nizza geboren
wurde. Alle Nachforschungen über Zwinger in
Frankreich enden auf den Namen 'de Madalpour'. Eines
ist jedenfalls sicher: Es wurden keine Katzen mehr
importiert, und alle Nachkommen müssten eigentlich
von der bereits erwähnten Kätzin 'Poupée' und ihren
Jungen abstammen.
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Manou
de Madalpour 1927 |
Das
älteste Foto, das eine Birmakatze zeigt, ist eine
Aufnahme des Katers 'Dieu d'Arakan'.
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Dieu
d'Arakan 1931 |
Um
1930 war Dieu d'Arakan, ein Seal Point-Kater, der
Star auf den Ausstellungen. Sein Besitzer war M.
Baudoin-Crevoisier, ein zu dieser Zeit sehr
bekannter Heilige-Birma Züchter. Später wurde Dieu
d'Arakan, zusammen mit 6 anderen Birma-Kitten an
Prinzessin Ratibor verkauft. Nach ihrem Tod hat sie
die Katzen dem Herzog d'Aosta hinterlassen. Er
übergab seine Rechte der Gräfin Giriode Panissera.
Durch sie ist die Rasse weltweit bekannt geworden.
Die
Zucht der Birma blühte in den 1930er Jahren auch in
Deutschland auf. Dem Zweiten Weltkrieg fielen nicht
nur viele Birmakatzen, sondern auch das Zuchtbuch
zum Opfer. M. Baudoin- Crevoisier hat es geschafft
einige Katzen zu erhalten. Orloff und Xenia de
Kaabaa sollen die Eltern aller heutigen Birmakatzen
sein. Auch das Berliner Zuchtexperiment Sue von
Frohnau wird ihren Anteil am heutigen
Birmakatzenbestand haben, denn sie wurde zusammen
mit allen Tieren dieses Versuchs nach Frankreich
verkauft.
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Orloff de Kaabaa 1945 |
Um die Inzucht in Grenzen zu halten wurden
wohl auch Colourpoint-Perser eingekreuzt.
1950 erhielt die Rasse dann zur Vermeidung von
Verwechslungen mit den Burmesen (so lautet die
englische Form des Adjektivs zu Birma) die
Bezeichnung Heilige Katze von Birma.
Nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde jedoch erneut
mit der Zucht begonnen und bereits 1955 war der
Bestand der Birmakatzen in Frankreich gesichert.
Zu
Beginn der 60er Jahre begann die planmässige Zucht in
den USA.
In
den darauffolgenden Jahren wurden in den USA und auf
dem europäischen Festland meist die klassischen
Farben Seal-Point und Blue-Point gezüchtet, während
man in England bereits mit neuen Farben Chocolate-Point und Lilac-Point zu züchten begann.
1964 kam wohl die erste Birmakatze „Nadine de
Khlaramour“ aus Frankreich nach Deutschland. Nadines
Nachkommen wurden in die ganze Welt verteilt.
In
den 70er Jahren sind die Farben Red-Point und
Creme-Point von anderen Rassen dazugekommen, da die
Linien durch das geringe Zuchtpotential sehr eng
wurde und auch die aus England und den USA
importierten Katern brachten nur wenig
Blutauffrischung ein. 1973 begann man im Zwinger
vom Mägdebrunnen Versuche zu starten, neben den
traditionellen Seal- und Blue-Point Birmas weitere
Farben zu etablieren und die Zuchtbasis zu
erweitern. Im August 1974 wurde die erste
Blue-Tortie-Point, Elfie vom Mägdebrunnen geboren
und der züchterische Pioniergeist hatte seine
Bestätigung gefunden.
Ebenso ist die Heilige
Birma heute in Tabby zu erhalten,
zumindest in Europa. In den USA sind die Tabbies,
die dort Lynx genannt werden, erst vor kurzem
offiziell anerkannt worden.


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